Statements zum Preis …

Julia Schwarz-Knoflach unterrichtet an der Mittelschule Kirchbichl und hat mit einer Klasse
den Agnes-Larcher-Preis 2024 gewonnen:
»Was als kleines Nachmittagsprojekt zu Frauenrechten und Gleichberechtigung startete, wurde innerhalb kürzester Zeit so viel mehr: Die Schülerinnen ›fingen Feuer‹, wollten sich mit ihren Ideen einbringen, ihre Gedanken und Meinungen zum Ausdruck bringen. Es wurde diskutiert, gestaltet, es entstand eine Choreografie – sie wollten plötzlich ›mehr‹. Meines Erachtens sollte es ein essentielles Ziel von Schule sein, diese Leidenschaft zum Mitdenken, Mitgestalten und Mitwirken in den Schüler:innen zu wecken und zu fördern. Projekte auf die Beine zu stellen, die Schüler:innen als sinnvoll und wertvoll erachten, in denen sie bemerken, dass ihre Stimme zählt – das ist das Schönste! Bei der Preisverleihung sprachen meine Schülerinnen voller Selbstvertrauen und Mut vor über 100 Zuhörern – sie hatten ihre Stimmen gefunden und das macht mich sehr stolz.«

Katharina Santer unterrichtet an der Mittelschule Kettenbrücke und hat mit einer Klasse
den Agnes-Larcher-Preis 2025 gewonnen: »Der Agnes-Larcher-Preis würdigt nicht nur
feministische Schulprojekte, sondern rückt jedes Jahr aufs Neue die Themen Gleichberechtigung und Geschlechtergerechtigkeit ins Bewusstsein von uns Lehrpersonen und ermutigt uns dazu, über den Tellerrand hinaus zu unterrichten. Feminismus sollte mehr als eine beiläufig erwähnte Randnotiz im Lehrplan sein, sondern aktiv von Schüler:innen gelebt und eingefordert werden. Dadurch lernen Jugendliche (unabhängig von ihrer Geschlechtszugehörigkeit), dass ihre Stimme  einen Wert hat und dass ihre Ideen gewürdigt und gesehen werden. Demokratiebildung ist nämlich weit mehr als reine Institutionenlehre, vielmehr ist sie erst dann nachhaltig, wenn sie Schüler:innen in ihrer Lebenswelt abholt, berührt und ermächtigt. Genau dies lebte Agnes Larcher stets vor. Ihr  Engagement und ihre Zivilcourage trugen Früchte, die bis heute in jedem einzelnen eingereichten  Schulprojekt erkenntlich werden.«